Als Duo Lässer & Lenz wären sie zurzeit mit ihrem Text-­Musik-Programm auf Tournee, stattdessen erscheint nun bereits ihre neue CD «Mittelland». Im Eröffnungstext «Fiuschen» (Fusion) spielt Pedro Lenz mit Gegensätzlichkeiten: Befindlichkeiten zwischen «Heiweh» und «Färnweh» oder Kulinarisches wie Bündner Nusstorte und Thai-Curry. Schön auch das Bild einer jungen Frau, die auf der Fahrt zum Jodlerfest die Obwaldner Tracht trägt und aus ihren Kopfhörern vernehmbar «Highway To Hell» von AC/DC hört.

Das titelgebende «Mittelland» ist der Schauplatz, ein typisches Biotop: Autor Pedro Lenz (Olten) lebt ebenso dort wie Musiker Max Lässer (Baden). Für ihr Programm sind sie auf eine gemeinsame Erkundungsfahrt gegangen. «Mittelland», das ist ­übrigens auch «Feschtland», wie eine Nummer heisst. «Fescht» zeigt sich im mehrfachen Wortsinn: «Feschthypotheke», «feschti Beziehige», «es Feschtland und es Land vo de Fescht» – «Mou, mer stöh fescht uf em Bode».

Max Lässers filigranes Saitenspiel erklingt nicht etwa zwischen den Texten oder danach. Es ist mittendrin. Text und Musik werden zum musikliterarischen Einklang. Der Textvortrag von Pedro Lenz gerät dabei passend rhythmisch, mitunter geht es bis hin zum Sprechgesang. Hier machen ein Sprachvirtuose und ein Saitenpoet aufs Schönste Gemeinsames. 

CD
Lässer & Lenz
Mittelland
(Der gesunde ­Menschenversand 2020)