Kaum jemand hat das Genre der Autofiktion über die Jahre so perfektioniert wie Alison Bechdel. Die 65-jährige US-Ameri­kanerin, die seit den Achtzigerjahren die queer-feministische Szene prägt, erzählt in ihren ­Graphic Novels konsequent von sich selbst, von ihrer Familie und von benachbarten Freundinnen und Freunden. Dabei erlaubt sie sich aber immer wieder reizvolle erzählerische Freiheiten.

Anders als in Vorgängerwerken wie «Fun Home&ra...