Wer würde sich an einem garstigen Montagmorgen manchmal nicht gerne in eine Ecke fallen lassen, alle Viere von sich strecken und ein Nickerchen machen? Die Journalistin Gisela Feuz hat auf ihrer Reise durch Argentinien, Chile und Patagonien Fotos von schlafenden Hunden gesammelt und im Blog der Zeitung «Der Bund» in der Rubrik «Müder Montagshund» veröffentlicht. Daraus entstanden ist ein Band zum Schmunzeln: 18 Schweizer Autorinnen und Autoren sind auf den Hund gekommen und haben Gedichte, Kurzgeschichten oder Lieder zu den Fotos geschrieben. So schimpft etwa Michael Fehr über das lästige Tier, das er aber doch irgendwie mag, und Pedro Lenz lässt einen «pfuusenden Hung» über die seltsamen Europäer philosophieren, welche Vierbeiner lieber mögen als Menschen. Lisa Catena erzählt vom herzigen Cesar-Kläffer aus der Fernseh-Werbung, der sich statt des Gourmet-Menüs des Kammermanns Wade schnappt und zum «schrecklichen Karnivoren» mutiert. Bei Ariane von Graffenried zeigt sich ein zerzauster Hund vor einer Alphütte unbeeindruckt von all den Touristen – in seinem tiefen Schlummer ist ihm die Welt da draussen einerlei.

Buch
Montagshunde
Hg. Gisela Feuz
48 Seiten, mit 26 Bildern 
(Der Gesunde Menschenversand 2016).