Phnom Penh. 10 Uhr. Sein Büro im Bophana-Filmzentrum ist klein und vergittert wie eine Zelle. An den Wänden hängen alte Kinoplakate seiner Filme und gerahmte Auszeichnungen. Auf dem Schreibtisch liegen iPhone und Laptop neben Schmerztabletten, Zigaretten und einer Biografie über Pol Pot, den «Bruder Nr. 1» der Roten Khmer. Regisseur Rithy Panh köpft eine Zigarre, klemmt sie sich zwischen die Finger, vergisst sie. Er hatte keine gute Nacht, wirkt abwesend, ...