Es muss nicht immer die Bierrunde am Stammtisch sein. Oft reichen ein guter Kaffee und ein Stück des hausgemachten Kuchens, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit der wildfremden Tischnachbarin etwa, die einem das ultimative Rezept für Zwetschgenwähe verrät. Mit dem neuen Kellner, der sich als ehemaliger Banker outet. Mit dem besten Freund, dem man beim Wegdiskutieren des (gemeinsam erlittenen) Weltschmerzes hilft. Alles in Ruhe und umgeben von authentisch gelebter Gemütlichkeit. Solche Räume, wo Offenheit und Kommunikation mit Sorgfalt zelebriert werden und ­kulturelle Darbietungen zur Horizonterweiterung laden, finden sich immer öfter – auch in Kleinstädten. Abgesehen davon, dass Gastronomie selber schon eine Form von Kultur darstellt. Der Schweizer Heimatschutz hat die schönsten Cafés des Landes in einem Buch herausgegeben. Die kulturtipp-Redaktion reicht ­ab Seite 8 eine Auswahl selbsterlebter und empfehlenswerter Kulturcafés nach.