Selten standen menschliches Leid und Kreativität so nahe beieinander, wie in den Konzentrationslagern der NS-Zeit. Zwei Dokfilme auf 3sat und Arte befassen sich nun erstmals ausführlich mit Kunstwerken, die von Häftlingen in Dachau, Buchenwald, Auschwitz und anderen Vernichtungslagern geschaffen wurden.

Filmemacher Christophe Cognet gibt im Film «Blinden Schrittes» einen Einblick in Fotos, die mutige KZ-Häftlinge heimlich schossen. Und Manfred Van Eijk macht sich in «Kunst aus dem Todeslager» auf die Spur von Zeichnungen und Gemälden, Lagerhymnen und Objekten des Kunsthandwerks, die entweder im Auftrag der SS oder heimlich entstanden sind. Zwei stille Filme über die Kraft der Kunst und über kleine und grosse Kunstwerke, in denen auch immer Überlebenswille und Widerstand ihrer Schöpfer stecken.

Blinden Schrittes
Regie: Christophe Cognet
F/D 2020, 127 Minuten
Mo, 23.1., 22.25 3sat

Kunst aus dem Todeslager
Regie: Manfred Van Eijk
D 2021, 52 Minuten
So, 29.1., 16.45 Arte