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Die staatliche Neugier ist unersättlich. Man kennt das nicht erst seit den Enthüllungen über die US-amerikanische Datenerhebung der letzten Monate. Wie die moderne Schnüffelei im Detail erfolgt, ist jedoch unklar: Niemand weiss, wer was genau wie erfasst. Der englische Erfolgsautor Ian McEwan hat seine Fantasie walten lassen und schildert in seinem neuen Roman «Honig» anschaulich, wie der britische Geheimdienst in den 70ern die Bürger aushorchte – und sogar zu manipulieren versuchte. Sehr vergnüglich zu lesen, wenn der Hintergrund nicht so erschreckend wäre (siehe Seite 28).
Und jetzt noch eine erfreuliche Mitteilung: Die neue Erhebungsmethode der Leserzahlen hat für den kulturtipp mit 98 000 Leserinnen und Lesern einen deutlich besseren Wert als bisher ergeben. Der kulturtipp findet also einen vergleichsweise grossen Zuspruch, der die Redaktion in ihrer Arbeit bestärkt.

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