Machte sich Helen Franken­thaler (1928–2011) an ein neues Gemälde, war das ein Ereignis. In ihrem Atelier legte sie ihre Leinwände auf den Boden und goss verdünnte Farbe direkt darauf. Dann ­bearbeitete sie die bunten Seen: Mit blossen Händen, mit Schabern und mit Schwämmen verstrich sie die Farben, bis sich die Leinwand mit den Pigmenten ­vollgesogen hatte. Mit dieser «Soak-Stain-Technik» schuf sie farbintensive Werke und sorgte in ...