Machte sich Hannah Villiger an eine neue Skulptur, griff sie zur Polaroid. Wie bitte? Ja, man schaue sich ihre Fotografien nur einmal genau an. In immer ­neuen Winkeln setzte sie die ­Kamera an. Als sei diese ein Meissel, dessen scharfe Klinge Material abtragen soll – nicht aus einem Marmorblock, nein, aus dem eigenen Körper. Denn Hannah Villiger, die Künstlerin mit dem Fotoapparat, begriff sich zeitlebens als Bildhauerin.

Hannah Villiger (1951–1997) st...