Angelika Overath: «Wir waren seine Familie»

kulturtipp 21/2017 vom | aktualisiert am

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Angelika Overath mit zwei Erzählungen aus dem ersten Kapitel «Geschenkte Augenblicke»

Angelika Overath (Bild: HEIKE BOGENBERGER)

Angelika Overath (Bild: HEIKE BOGENBERGER)

Der flüchtige Gast

Als mein Sohn die Hand öffnete, sah ich etwas Zerzaustes, Verletztes. Irgendwo ein spitzer Schnabel und zwei dunkle Äuglein. «Die Katze hätte ihn gefressen», sagte Matthias. Wir setzten, was an Vogel erinnerte, auf Heu in eine Schuhschachtel. «Er ist nicht verletzt, nur jung», sagte Mat­thias. Das ­Etwas rührte sich nicht. Durch sein schütteres Gefieder schimmerte rosa Haut. Als ich wieder ins Zimmer kam, sah ich Matthias, der versuchte, das Tier mit zerschnittenen Bienen­maden zu füttern (die Angelsaison hatte begonnen; in unserem Kühlschank standen wieder die blauen Dosen mit den Löchern im Deckel). Matthias berührte mit der Pinzette den Schnabel, der Vogel sperrte. Schluckte. [...]

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