Webseite Klassik für Kids

kulturtipp 18/2011 vom | aktualisiert am

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www.notenmax.de
www.junge-klassik.de
www.bayerische.staatsoper.de/data/kinder_flash/
Eine Reihe interessanter und unterhaltsamer Seiten führt Kinder spielerisch an die Welt der Klassik heran.

Wie Regentropfen fallen die Musiknoten mit den unterschiedlichen Notenwerten zu ­einem fugenhaften Musikstück vom Himmel, während der Notenmax vom Fenster aus dem quirligen Treiben der Tonzeichen zuguckt. «Notenmax», so nennt sich auch die virtuelle Musikschule zur musikalischen Früherziehung für Kinder von vier bis elf Jahren. Die Seite vermittelt einen spielerischen Zugang zu klassischer Musik und hält ein umfangreiches Angebot zu verschiedenen Aspekten musikalischer Grundkenntnisse bereit. Neben einer Einführung in die Notenkunde lernen die Kinder einzelne Musikinstrumente kennen (unter anderem in Form einer Anleitung zum Basteln von eigenen Instrumenten) oder werden in die Biografien und Werke von ausgewählten berühmten Komponisten eingeführt. Unter der Rubrik «Spielplatz» werden ausserdem Spiele angeboten, über die den Kindern einzelne Musikformen wie Kammermusik oder Oper näher gebracht werden.

Notenkunde und mehr
Einen etwas ernsthafteren Eindruck von klassischer Musik vermittelt die Seite «Junge Klassik». Das von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz betriebene Projekt verzichtet zwar auch nicht auf eine spielerische Herangehensweise. Doch es richtet sich vornehmlich an Kinder, die das Schulalter bereits erreicht haben. Die Seite bietet etwa einen virtuellen Spaziergang durch den Konzertsaal und die Proberäume, und nebenher werden dabei auch gleich die Orchesterinstrumente vorgestellt. Selbstverständlich bietet auch «Junge Klassik» eine Einführung in die Notenkunde, in der nicht nur erläutert wird, wie Notenschriften funktionieren, sondern zugleich auch Sinn und Zweck von Musiknotationen überhaupt reflektiert werden. Ausserdem werden die Kinder auf eine Zeitreise mitgenommen, in der die abendländische Musikgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit ansprechend gestalteten Filmen veranschaulicht wird. Und unter der Rubrik «Spielen» lässt sich das erarbeitete Wissen schliesslich auf spielerische Weise erproben; als Zückerchen steht dort auch ein komplettes Sinfonieorchester bereit, das darauf wartet, von den Besuchern dirigiert zu werden.
Den Aspekt der Oper deckt ein virtuelles Musikvermittlungsprojekt der Bayerischen Staatsoper ab, bei dem der nie um kernige Sprüche verlegene Maestro Margarini durchs Programm führt. Am Bildschirm präsentiert sich die Innenansicht der Staatsoper im Querschnitt. Durch entsprechende Klicks gelangt man in die einzelnen Räume, wodurch den Besuchern Einblicke in die mannigfaltige Tätigkeit eines Opernbetriebes vermittelt werden.

In Rollen schlüpfen
Bisweilen können die Kids auf der Website auch in die einzelnen Berufsrollen schlüpfen, wo es entsprechende Aufgaben zu erledigen gilt, die von Problemen der Dramaturgie bis hin zur Tätigkeit im Orchestergraben reichen.
Die virtuelle Musikvermittlung, so scheint es, ist im klassischen Bereich äusserst erfinderisch – die raffiniert gestalteten Seiten vermögen aber auch Erwachsene durchaus zu länger ­anhaltendem Herumklicken zu animieren.   

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