Videokünstlerin Ursula Biemann: Die Welt neu ordnen

kulturtipp 22/2018 vom | aktualisiert am

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Die Video-Essays von ­Ursula Biemann bieten ­einem internationalen ­Publikum neue Welt­sichten. Dafür wird die Zürcherin mit dem Prix Thun für Kunst und Ethik ausgezeichnet.

URSULA BIEMANN, 63, VIDEOKÜNSTLERIN (Bild: LYDIA ZIMMERMANN)

URSULA BIEMANN, 63, VIDEOKÜNSTLERIN (Bild: LYDIA ZIMMERMANN)

«Refaire le monde»: Um nichts weniger als neue Welten geht es in der aktuellen Ausstellung ­des Zürcher Helmhauses. Gleich beim Eingang lockt ein Bull­auge, das Einblicke in ozeanische Tiefen gewährt. «Ich möchte das Publikum für die dreidimensionale Lebenswelt des Atlantiks sensibilisieren», erklärt Ursula Biemann ihre Arbeit. Auf den Lofoten liess sie eine Meeresbiologin und Performerin mittels Unterwassermikrofonen submarine Klänge sammeln und zu ­einer Tonspur mischen. Diese montierte Biemann mit Filmsequenzen und Texten zum Video-­Essay «Acoustic Ocean». 

«Die Beziehung zur Erde verändern»
Die Künstlerin erzählt mit Leidenschaft und sagt dann: «Wir müssen unsere Beziehung zur Erde verändern.» Ein klares Statement, das ihr aber noch zu eindimensional klingt. «Ich bin eine theoriegetriebene Künstlerin», betont Ursula Biemann und gibt gleich ein Muster, wenn sie ihre Meeres-Installation als «posthumane feministische Figuration» sieht. Der 63-jährigen Zürcherin geht es um das Zusammenbringen von politischen Theorien, ethischen Werten und Kunst. «Wir Künstlerinnen sind heute gefragt, ­mediale Lücken zu füllen und unaufgeregt Situationen zu reflektieren», postuliert sie. [...]

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