Thomas Widmer: Gelobt sei Lethe

kulturtipp 26/2016 vom | aktualisiert am

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Thomas Widmer über das literarische Vergessen

Journalist Thomas Widmer über das literarische Vergessen. (Bild: BORIS MÜLLER/TAGES-ANZEIGER)

Journalist Thomas Widmer über das literarische Vergessen. (Bild: BORIS MÜLLER/TAGES-ANZEIGER)

In der griechischen Mythologie gibt es zwei Göttinnen, die Gegenspielerinnen sind. Die eine Göttin ist Lethe, sie verkörpert das Vergessen. So wie sie heisst ein Fluss am Eingang zum Totenreich; aus ihm trinkt die Seele des frisch Verstorbenen, was den totalen Blackout bewirkt.

Ist es möglich, dass auch Lebende an das Lethe-Wasser geraten? Dass sie also, zum Beispiel in irgendeiner Bar, einen Cocktail nehmen, der sozusagen ihre Festplatte löscht? Jedenfalls – wir sind somit endgültig wieder in der Gegenwart – lese ich seit Monaten mit Begeisterung sämtliche Krimis der Rebus-Serie von Ian Rankin. Schön systematisch gehe ich vor, anhand der Wikipedia-Werkliste, ich startete also mit «Knots and Crosses» von 1987. Es ist mir, aber das nur nebenbei, unverständlich, wie jemand, falls er (oder sie) Englisch kann, solche Krimis auf Deutsch liest. Nur schon die schottischen Ausdrücke, die zum Beispiel ein Rankin einstreut; seine Rebus-Geschichten spielen in Edinburgh. Der «haar» etwa ist ein wandartig heranziehender Nebel. [...]

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