Th. Meyer: «Eine nicht einmal sonderlich gewagte Meinung»

kulturtipp 16/2017 vom | aktualisiert am

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Thomas Meyer über das Phänomen der Fremdwahrnehmung, die meist nicht besonders nett ausfällt

Thomas Meyer (Bild: CLAUDIA HERZOG)

Thomas Meyer (Bild: CLAUDIA HERZOG)

Dreiundvierzig Jahre alt bin ich nun. Und noch immer erstaunen mich die Menschen. Leider oft nicht auf erfreuliche Weise. Aber lassen Sie mich kurz ausholen. Vor einigen Tagen bin ich mit dem Fahrrad gestürzt und habe mir dabei diverse Schürfungen zugezogen. Am Abend erschien ich notdürftig verarztet zu einer Lesung. Mein Ellbogen blutete immer noch etwas, weswegen mein Hemd an jener Stelle einen roten Fleck hatte, und meine rechte Hand war eingebunden. Ich muss einen besorgniserregenden Eindruck hinterlassen haben, denn eine der Zuhörerinnen wollte nach der Lesung vom Veranstalter wissen, ob ich wohl depressiv sei, wie dieser mir später verriet. Weil ich mich ja ganz offensichtlich mutwillig selbst verletzte.

Ich fragte mich: Wer würde das tun? [...]

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