Jeans for Jesus: «Zwangsweise Milizmusiker»

kulturtipp 07/2017 vom | aktualisiert am

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Der Sommerhit «Estavayeah» hat die Berner Band Jeans for Jesus auf einen Schlag bekannt gemacht. Nun kehren sie mit ihrem neuen Album «P R O» zurück.

Jeans for Jesus: Mit forderndem Psych-Pop am Mainstream vorbei (Bild: WWW.MICHAELSCHAER.CH)

Jeans for Jesus: Mit forderndem Psych-Pop am Mainstream vorbei (Bild: WWW.MICHAELSCHAER.CH)

«Aui grinse gschisse u d Sunne brätschet / U d Ching hocke’n im Outo u schrisse’n ä Lätsch», sangen Jeans for Jesus in «Estavayeah» über Camping-Ferien in der «Provence der Schweiz», im freiburgischen Estavayer-le-Lac. Dazu fluffige Beats, quietschende Synthesizer und ein eingängiger Refrain – der Sommerhit 2014 war geboren. Plötzlich waren die vier Berner im Gespräch. Doch Mike, Phippu, Marcel und Demi waren alles andere als bereit für den Erfolg. «Wir rechneten damit, im Berner ‹Rössli› oder im Zürcher ‹Helsinki›  vor 100 Nerds zu spielen. Wir hatten uns nicht mal überlegt, wie man das live performen soll», sagt Sänger Mike Egger zum unerwarteten Hype. 

Der Zufall wollte es, dass sich die Berner vor rund sechs Jahren in einer New Yorker Bar trafen und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Trotz komplett gegensätzlicher Geschmäcker, die von Indie-Pop und Alternative über Klassik und Jazz bis hin zu Trap und Baile Funk reichen.  Ihre neue Platte «P R O» ist der hörbare Beweis dafür: Da werden ironisch-dadaistische Mundart-Texte, verschrobene Synthesizer und von Filtern entstellte Instrumente durch die Effekt-Palette gewurstelt, sodass sich der daraus geschaffene Sound keiner Stilrichtung zuordnen lässt. 

Drei Dinge verbinden die fröhlich-discoid bis elektronisch­durchgeknallten Pop-Songs: der Hang zum Kitsch, die gehaucht-fordernde Falsettstimme von Sänger Egger und zerhackte Beats in ungewohnten Taktarten. [...]

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