Sachbuch: Die «Wir schaffen das …»-Chefin

kulturtipp 13/2017 vom

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Der deutsche Journalist Konstantin Richter hat eine Persiflage über die deutsche Regierungschefin Angela Merkel geschrieben: Das Buch «Die Kanzlerin – Eine ­Fiktion» erinnert daran, dass sie einst die Grenzen für Flüchtlinge öffnete.

Angela Merkel: Ihre «Willkommenskultur» polarisierte (Bild: THOMAS & THOMAS / HOLGER MUCH)

Angela Merkel: Ihre «Willkommenskultur» polarisierte (Bild: THOMAS & THOMAS / HOLGER MUCH)

War da was? Vor fast zwei Jahren liess Deutschland Tausende von Flüchtlingen in das Land kommen. Sie wurden am Münchner Hauptbahnhof empfangen und in die einzelnen Bundesländer weiter gewiesen. Der Einreise­entscheid war kontrovers: Die ­einen erachteten ihn als einen Akt der Vernunft gegenüber Notleidenden; eine Katastrophe  befanden andere. Heute ist die Episode im Bundeswahlkampf fast ver­gessen, denn Deutschland machte die Grenzen wieder dicht – wie alle andern Staaten auch.

Fehlende Schulung in Tiefenpsychologie
«Wäre sie, die nie Zeit gehabt hatte, sich mit ihrem Innern auseinanderzusetzen, tiefenpsychologisch geschult gewesen, hätte sie gewusst, was genau da passierte», schreibt der deutsche Autor Konstantin Richter. Bundeskanzlerin Angela Merkel verwandelte angeblich ihre Frustrationen der vergangenen Monate in schöpferische Energie. Sie schrieb eine emotionale Rede, die es in sich hatte: «Wir schaffen das …» Angeblich halfen ihr Musik von Mozart sowie eine vom dänischen Regierungschef geschenkte Weissweinflasche, damit sich ihr Herz für die Flüchtlinge öffnete.

So spielten sich jedenfalls in der Fantasie von Konstantin Richter die Stunden vor der ­berühmten Ankündigung der Kanzlerin ab. War der Entscheid einmal gefällt, kannte ihre Begeisterung keine Grenzen mehr. [...]

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