Roman: Täter ohne Reue

kulturtipp 07/2019 vom

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Im Bestseller «Ein wenig Leben» schreibt Autorin Hanya Yanagihara aus der Sicht eines Opfers über sexuellen Missbrauch. In ihrem Debüt «Das Volk der Bäume», das jüngst auf Deutsch erschienen ist, ­berichtet sie aus der Perspektive des Täters.

«Soll ich erzählen, dass ich bei jedem neu hinzugekommenen Kind entgegen jeder Vernunft dachte: Dieses ist es. Dieses wird mich glücklich machen. Dieses wird mein Leben vervollständigen. Dieses wird mich für die jahrelange Suche entschädigen.» Dies sind die Worte des Kinderschänders Norton Perina. Der US-­Wissenschafter steht im Mittelpunkt in Hanya Yanagi­haras Roman «Das Volk der Bäume». Perina hat in den 50ern für seine Forschung auf einer Südsee-Insel den Medizinnobelpreis erhalten. Sein Ruhm endet, nachdem bekannt wird, dass er Kinder, die er von seiner Reise zu sich nach Hause geholt hat, sexuell missbraucht hat. 

Sinnlichkeit und Plastizität der Darstellungen
Die detailversessene Schilderung der US-Autorin führt zu ­einem intensiven Leseerlebnis. Meist ist es der Protagonist Norton Perina selbst, der seine Sicht der Dinge erzählt in dieser fik­tionalen Biografie. [...]

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