Michael Köhlmeier: Leben auf Irrwegen

kulturtipp 21/2018 vom | aktualisiert am

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Der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier deckt in seinem neuen Roman «Bruder und Schwester Lenobel» Fluchtwege auf – bewusste und ­unbewusste. Im Mittelpunkt steht ein Geschwisterpaar, das von der jüdischen Familiengeschichte geprägt ist.

Rollt das Drama zweier Geschwister auf: Michael Köhlmeier (Bild: PETER-ANDREAS HASSIEPEN)

Rollt das Drama zweier Geschwister auf: Michael Köhlmeier (Bild: PETER-ANDREAS HASSIEPEN)

Der Psychiater Robert Lenobel ist am Verzweifeln – wegen seiner Patienten und mehr noch wegen sich selbst. «Wenn sie ein Jahr oder kürzer in Behandlung sind, sehen sie, dass sie das Ich nicht finden können.» Doch nun ist ausgerechnet der verheiratete Psychoanalytiker seinerseits auf der Suche nach diesem «Ich». Anlass dazu bietet die Trennung von seiner Geliebten Bess, deren er überdrüssig geworden ist. Pech ist allerdings, dass sich die Frau – obgleich mit einem anderen verheiratet – nicht abwimmeln lässt. Da bietet sich dem Psychoanalytiker nur die Flucht an. Weg aus Wien – Adieu, Europa –, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Lenobels Schwester Jetti soll nun seine verzweifelte Frau Hanna trösten.

Wohlstandsbürger der heutigen Zeit 
Das ist eines der Fluchtdramen, die sich im neuen Buch «Bruder und Schwester Lenobel» des ­österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier abspielen. Vordergründig ist dieser Roman ein Doppelporträt der jüdischen Geschwister Lenobel mit ihren Freuden und Sorgen. [...]

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