Martina Clavadetscher: Gewagt gut

kulturtipp 19/2017 vom | aktualisiert am

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Formal Ungewohntes mit Endzeitstimmung: Der ­Roman «Knochenlieder» der Schwyzer Autorin Martina Clavadetscher ist ein merkwürdiges Stück Literatur – im besten Sinn des Wortes.

Experimentierfreudig: Schriftstellerin Martina Clavadetscher (Bild: Ingo Höhn)

Experimentierfreudig: Schriftstellerin Martina Clavadetscher (Bild: Ingo Höhn)

«Generationen bewirken immer Reaktionen auf Genera­tionen. / Es ist ein heilloses Auf und Ab auf dieser Welt. /Wie der Wellengang auf dem offenen Ozean.» Idyllisch ist diese Romanwelt nicht. Es wird das Bild eines Überwachungsstaates gezeichnet, ein düsteres Zukunftsszenario. «Knochenlieder» ist eine Anti-­Utopie, erzählt in unterschiedlichen Genres, mal in Prosa, mal szenisch, mal poetisch; motivisch märchenhaft mit Anleihen bei grimmschen Geschichten und zugleich realistisch. Die Erzählzeit umspannt mehrere Menschengenerationen. Die Autorin schafft ein Szenario zwischen Ländlichkeit und Hightech-Futurismus in einer digitalen Welt.

Am Anfang lernt man eine Aussteiger-Gemeinschaft kennen, deren Mitglieder Vornamen haben. Die Nachnamen sind getilgt: Sie nennen sich nach der Farbe eines der vier Häuser, das sie bewohnen – Grün, Blau, Weiss, Rot. [...]

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