Peter Stamm: Das Spiel mit den Möglichkeiten

kulturtipp 06/2018 vom | aktualisiert am

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Können wir unserem Schicksal entgehen? ­Peter Stamm spielt in ­seinem neuen Roman «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt» virtuos mit dem Doppelgänger-Motiv, mit Zeit, Erinnerung und Identität.

Peter Stamm: Identitätsfragen sind auch im neusten Werk zentral (Bild: ANITA AFFENTRANGER)

Peter Stamm: Identitätsfragen sind auch im neusten Werk zentral (Bild: ANITA AFFENTRANGER)

In Peter Stamms Roman wähnt man sich zuweilen in einem Spiegellabyrinth. Der Winter­thurer Autor betreibt ein raffiniertes Spiel mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen, indem er seinen Protagonisten auf sein jüngeres Ich treffen lässt. Die Verwirrung nimmt ihren Lauf, als der Schriftsteller Christoph auf einer Lese-Reise im Hotelportier in seinem Heimatdorf sich selbst erkennt. Wochen später begegnet er seinem Alter Ego im Vorlesungssaal wieder. Während Christophs Doppelgänger keine Notiz von ihm nimmt, wirft die Begegnung den Ich-Erzähler aus der Bahn. «… was auch immer ich tat oder schrieb, es war mir, als stehe einer hinter mir und äffe mich nach. Mein ganzes Leben kam mir ­lächerlich und falsch vor.» 

Eine verschachtelte Geschichte 
Diese Geschichte erzählt der Ich-Erzähler der jungen Schauspielerin Lena: Er hat mit ihr ein Treffen in Stockholm vereinbart, wo er selbst als junger Schriftsteller an einem Workshop teilgenommen und sich von seiner Freundin getrennt hatte. In Lena erkennt er seine frühere Freundin Magdalena wieder. Lena wimmelt den Fremden nicht gleich ab, sondern lässt ihn seine mysteriöse Geschichte schildern. [...]

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