Miriam Maertens: Leidenschaftliche Kämpferin

kulturtipp 05/2019 vom

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Miriam Maertens spielt ihre letzte Saison im Schauspielhaus Zürich. 14 Jahre lang stand sie trotz chronischer Krankheit mit unbändiger Spiellust auf der Bühne.

Miriam Maetens (Bild: Toni Suter / T+T Fotografie / Schauspielhaus Zürich)

Miriam Maetens (Bild: Toni Suter / T+T Fotografie / Schauspielhaus Zürich)

Wenn Miriam Maertens von ihren aktuellen Stücken erzählt, springt der Begeisterungsfunke über. Am liebsten würde man sich gleich ins Theater setzen und zusehen, wie sie in «Endstation Sehnsucht» Tom-Waits-Songs singt. Oder wie sie im Georg-­Kreisler-Abend «Ausschliesslich Inländer» Nikolaus Habjans Klappmaulpuppen zum Leben erweckt. «Dieser Liederabend ist eines meiner absoluten Lieblingsstücke aus den letzten 14 Jahren», sagt die Schauspielerin bei einem Treffen in einem Café, während ihr Labrador Karenin friedlich unter dem Tisch schlummert. 

Die beiden kommen gerade aus den Proben zur neuesten Produktion «Totart Tatort». «Herbert Fritsch ist ein ungeheuer fantasievoller Meister, der aus dem Nichts Magie kreiert», schwärmt sie. Das Ensemblestück nimmt sich dem «Tatort» an, zerstückelt die Krimiserie in ihre Einzelteile und bringt sie mit viel Sprachlust und Wahnwitz in komplett anderer Form auf die Bühne. 

Eine unbändige Spiellust 
hat die Hamburgerin, die aus ­einer bekannten Theaterfamilie stammt, schon immer verspürt. Dass sie sich ih­ren Lebens­traum verwirklichen konnte, ist dennoch nicht selbstverständlich: Sie wurde mit der Krankheit Cystische Fibrose geboren, die etwa die Lunge schwer beeinträchtigt. Gelebt hat sie aber stets so, als ob alles möglich wäre. [...]

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