Kunst/Literatur: Giacomettis letzte Muse

kulturtipp 21/2017 vom

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Alberto Giacometti fühlte sich im Milieu pudelwohl. Sein letztes Modell, die Prostituierte Caroline, berichtete aus wilden Zeiten in Paris. Daraus ist ein Buch entstanden.

«Chez Adrien» Paris, 1959: Caroline mit Alberto Giacometti (Bild: SAMMLUNG JACQUES POLGE, PARIS)

«Chez Adrien» Paris, 1959: Caroline mit Alberto Giacometti (Bild: SAMMLUNG JACQUES POLGE, PARIS)

Sie schlug sich im Pariser Viertel Montparnasse als Prostituierte durch. In jener Gegend, in der Alberto Giacometti auf seinen nächtlichen Streifzügen flüchtige Bekanntschaften aufgabelte. Die aus der konservativen französischen Provinz stammende Caroline hiess eigentlich Yvonne-Marguerite Poiraudeau und besuchte regelmässig die Bar Chez Adrien, wo sie Alberto Giacometti kennenlernte. Die beiden wurden eine Art Liebespaar, wiewohl sie Jahrzehnte jünger war als er. Giacometti war damals, im November 1959, 58 Jahre alt, sie 21. Ein Foto aus jener Zeit zeigt die beiden an ­einem Kneipentisch. Er mit seinem zerfurchten Gesicht schaut sie etwas misstrauisch an. Ihr Lächeln wirkt etwas verhalten, als erwarte sie jeden Moment, eine tief greifende Erkenntnis von ihm zu hören.

«Das letzte Modell» erzählt

Die knapp sieben letzten Jahre Giacomettis standen im Zeichen von Caroline, sofern er neben seiner Kunst überhaupt einen Menschen an sich herankommen liess. Der französische Publizist Franck Maubert spürte die alte Frau in Nizza auf und sprach mit ihr über diese Vergangenheit: «Caroline – Alberto Giacomettis letztes Modell» heisst das jetzt auf Deutsch erschienene Bändchen über diese Begegnung. [...]

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