Ernst Würtenberger: Rückkehr zu den alten Meistern

kulturtipp 03/2018 vom | aktualisiert am

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Der deutsche Maler Ernst Würtenberger vermittelte ein akkurates Bild der bürgerlichen Gesellschaft vor 100 Jahren. Das zeigt ein neuer Bildband.

«Lina», 1913: Karolina Schönenberger, die Frau des deutschen Malers (Bild: ERNST WÜRTENBERGER, NIMBUS 2017)

«Lina», 1913: Karolina Schönenberger, die Frau des deutschen Malers (Bild: ERNST WÜRTENBERGER, NIMBUS 2017)

Der heute unbekannte Musiker Carl Attenhofer war im vorletzten Jahrhundert eine Koryphäe:  Der Dirigent trug den klang­vollen Titel «Universitäts­mu­sik­direktor» und erhielt den Ehrendoktor der Uni Zürich. 

Der deutsche Künstler Ernst Würtenberger hat ihn porträtiert. Der Musiker schaut den Betrachter auf dem Bild leicht skeptisch an, als könne ihm keiner mehr etwas vormachen. Ganz anders das Porträt von Karolina Schönenberger, der Ehefrau des Malers. Sie blickt bescheiden, fast ausdruckslos nach unten, als würde sie sich in eine Demutsgeste flüchten. 

Trotz den Unterschieden haben die Bilder etwas gemeinsam: Der Maler konzentrierte sich nur auf die Menschen, nichts lenkt von ihren Gesichtern ab. Die beiden Porträts stammen aus einem neuen Bildband zu zwei Ausstellungen in der Bodenseeregion.

Von Vallotton und Hodler beeinflusst
Ernst Würtenberger (1868–1934) kam 1902 nach Zürich, wo er es schnell in die ange­se­henen Kreise des Bürgertums schaffte, dessen Exponenten er gegen gutes Geld malte. Während Jahren ­amtete er zudem als Vorstandsmitglied der Zürcher Kunstgesellschaft, wo er die Kontakte für seine Aufträge fand. 

Würtenberger war ein Konservativer. [...]

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