Erwin Schrott: Eroberer der grossen Opernbühnen

kulturtipp 02/2019 vom | aktualisiert am

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Keiner inszeniert sich auf der Bühne besser: Der Opernstar Erwin Schrott singt zweimal in der Schweiz die Titelgestalt in Mozarts «Don Giovanni» – eine Rolle, die er verinnerlicht hat.

Perfekt in Szene gesetzt: Erwin Schrott als Don Giovanni (vorne) mit Reinhard Hagen als Kontur im Royal Opera House in London (Bild: CATHERINE ASHMORE)

Perfekt in Szene gesetzt: Erwin Schrott als Don Giovanni (vorne) mit Reinhard Hagen als Kontur im Royal Opera House in London (Bild: CATHERINE ASHMORE)

Ganz der Alte. Wer Erwin Schrott auf Facebook eine Freundschaftsanfrage schickt, erhält post­wendend per Messenger eine persön­liche Standard-­Antwort: Der Starbariton bedankt sich für die Freundschaftsanfrage. Es sei ihm ein Vergnügen, in Kontakt zu bleiben, aber man solle ihn doch auf Instagram folgen, da er nicht so oft auf Facebook sei. «Lieber Erwin», möchte man ihm am liebsten antworten, «das machen wir nicht, da uns Worte – gesprochen oder gesungen – wichtiger sind als Bilder.»

Publikumswirksame Selbstinszenierung
Zum 1972 geborenen Bassbariton Erwin Schrott passt die Narzissten-Plattform Instagram bestens. Kaum ein anderer Opern­­sänger – Tenor Roberto Alagna und Sopranistin Anna Netrebko ausgenommen – steht lieber vor einer Kamera als Erwin Schrott, keiner inszeniert sich besser, keiner zeigte sich auf der Opernbühne öfter mit nacktem Oberkörper. Der Uruguayer weiss nur zu gut um seine Wirkung. Dass man ihm den Stolz anmerkt, schmälert allerdings sein Tun.

Kaum hatte er den Operalia-­Wettbe­werb 1998 gewonnen, breiteten ihm die Weltbühnen den roten Teppich aus. Und kaum im Rampenlicht, war klar: Erwin Schrott belebt die bisweilen starre Opernszene ungemein. [...]

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