Hörspiel: Zwei Männer im Schnee

kulturtipp 04/2019 vom

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SRF-Regisseur Geri Dillier hat sich erneut eines Textes von Arno Camenisch angenommen. «Der letzte Schnee» überzeugt als Hörspiel aber nur teilweise.

Spass im Studio: Ueli Jäggi, Stefan Kurt, Geri Dillier und Arno Camenisch (von links) (Bild: SRF)

Spass im Studio: Ueli Jäggi, Stefan Kurt, Geri Dillier und Arno Camenisch (von links) (Bild: SRF)

Die Momente, in denen sie wirklich miteinander reden, sind selten. Paul und Georg erklären sich gegenseitig die Welt, erinnern sich an Gewesenes, Verschwundenes und schlittern dabei oft ins Monologisieren. Die beiden bärbeissigen Bündner treffen sich täglich zur Arbeit am Skilift und sinnieren über das Ausbleiben des Schnees und der Touristen.

Bettet Autor Arno Camenisch die beiden Figuren in seinem 2018 beim Engeler-Verlag erschienenen Buch in szenische Beschreibungen ein, hat er sich für seine Hörspielbearbeitung auf Gesagtes konzentriert. Das macht natürlich Sinn. Der Georg aber, der im Buch weit ­we­niger spricht als der Paul und als introvertierter Sonderling erscheint, wird im Hörspiel fast zur Plaudertasche. Das ist schade, weil damit sein Charakter beschnitten wird.

Dennoch ist «Der letzte Schnee» prädestiniert für ein Hörspiel. Erfolgsautor Camenisch schreibt in gesprochener Sprache voller Helvetismen und Romanismen. Seine Texte wurden schon mehrfach für Bühne und Radio adaptiert. [...]

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