Freilicht-Aufführung: Puccinis Mysterienspiel

kulturtipp 14/2018 vom

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Vor der prachtvollen ­Kulisse der St. Galler ­Kathedrale inszeniert ­Tobias Kratzer für die ­Festspiele dieses Jahr Giacomo ­Puccinis kaum je ­gespielte Oper «Edgar». Ein Werk mit ­dramaturgischen Tücken.

Klosterhof als bewährtes Dekor: Hier 2012 Hector Berlioz’ «La damnation de Faust» (Bild: TANJA DORENDORF / T+T FOTOGRAFIE)

Klosterhof als bewährtes Dekor: Hier 2012 Hector Berlioz’ «La damnation de Faust» (Bild: TANJA DORENDORF / T+T FOTOGRAFIE)

Manchmal mutet es slapstick­artig an: Sängerinnen und Sänger rutschen in kurzen Hosen und mit Sonnenbrille auf dem rohen Holz­boden herum. So ungewöhnlich setzen sie Giacomo Puccinis (1858–1924) im Jahr 1302 spielende frühe Oper «Edgar» in Szene. In einem kleinen Zelt auf der Tribüne gegenüber sitzt der Regisseur Tobias Kratzer und gibt seine Anweisungen per Mikrofon. Oder er rennt gleich selbst heran, um etwas zu besprechen. 

Opern mit Bezug zum kirchlichen Rahmen

Dies ist seine zweite Probe auf dem Platz zwischen der St. Galler Kathedrale und dem Regierungsgebäude, der jetzt in der Abendsonne leuchtet. Und es ist seine erste Open-Air-Inszenierung. «Deshalb habe ich auch Ja gesagt», erklärt der 38-jährige Deutsche später im Hotel. Gut vorbereitet ist er: Die letzten drei Produktionen schaute er sich hier live an: Alfredo Catalanis «Loreley», ­Jules Massenets «Le Cid» und Gius­eppe Verdis «I due Fos­cari».

Kratzer, der auf deutschsprachigen Bühnen wie der Bayerischen Staatsoper oder der Oper Graz Erfolge feierte, kennt das St. [...]

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