Dokumentarfilm «Köhlernächte»: Rauchendes Handwerk

kulturtipp 02/2018 vom | aktualisiert am

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Der Dokumentarfilm «Köhlernächte» von Robert ­Müller zeigt, wie Arbeiter im Entlebuch Holz in Kohle verwandeln: ein aufwendiges und anspruchsvolles Handwerk – europaweit einzigartig.

Auf seinem ersten Haufen: Der 12-jährige Jung-Köhler Lukas Thalmann (Bild: FILMCOOPI)

Auf seinem ersten Haufen: Der 12-jährige Jung-Köhler Lukas Thalmann (Bild: FILMCOOPI)

Gerade noch neun Personen köhlern heute im Entlebucher Gebiet Bramboden am Napf. Sie produzieren hier jährlich 80 und 100 Tonnen Grillholzkohle (Prädikat: «echt Entlebuch»). Pro Köhler reicht es damit im besten Fall zu einem Viertel des Jahreseinkommens. Das Entlebuch ist der einzige Ort in Westeuropa, wo noch gewerbsmässig geköhlert wird. Andernorts ist das Handwerk Folklore, museal wie etwa in den Dolomiten. Im Entlebuch lohnt es sich dank einem Grossabnehmer, dem Detailhändler Otto’s.

Der 12-jährige Novize Lukas Thalmann baut seinen ersten Haufen während der Sommerferien. Er hat sein Lager in einem Bauwagen aufgeschlagen, um immer nah bei seinem Meiler zu sein, der 24-Stunden-Betreuung benötigt. 

Vom Holzschlagen bis zum Abpacken  
In regelmässigen Abständen muss Lukas den Ablauf kon­trollieren, so ein Haufen braucht intensive Bewachung. Das Tannenreisig zum Bedecken der äusseren Schicht besorgt sich der Junge durch ­waghalsiges Motorsägen im stotzigen Waldgelände – «Muesch uf d’Finger einfach ufpasse, und d’Bei ou. [...]

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