Film «Machines»: Menschen hinter den Stoffen

kulturtipp 03/2018 vom | aktualisiert am

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Bedrückende Bilder aus einer ausbeuterischen Arbeitswelt: Der Erstlingsfilm «Machines» von Rahul Jain dokumentiert die Zustände in einer indischen Textil­fabrik, wo Erwachsene und Kinder bis zum Umfallen schuften.

Ein wenig Erholung: Während mehrerer Schichten bleibt nur in der Pause Zeit für einen kurzen Schlaf (Bild: FILMCOOPI)

Ein wenig Erholung: Während mehrerer Schichten bleibt nur in der Pause Zeit für einen kurzen Schlaf (Bild: FILMCOOPI)

Die Kamera von Rodrigo Trejo Villanueva taucht ein in eine gespenstisch anmutende Arbeitswelt, in die düsteren Räume einer Textilfabrik im indischen Gujarat. Neonröhren an Wänden und Decke spenden sparsam tristes Licht. Man blickt auf funkenstiebende Öfen, hört rasselnde Maschinen und vibrierende Kessel, immer wieder steigt von irgendwoher Dampf auf. Unendlich lange Stoffbahnen durchziehen die Räume, Textilien sind zu riesigen Beigen aufgetürmt oder laufen über Farbstrassen, ein Mann rollt eine Tonne mit Chemikalien durch die Fabrik.

«Gott hat uns Hände gegeben, also müssen wir arbeiten.» Ein etwas erfahrenerer Arbeiter tut es für umgerechnet gut drei Franken – für eine Schicht von 12 Stunden. Da er essen und die weit entfernte Familie unterstützen muss und selber etwas auf die Seite legen will, schuftet er gleich mehrere Schichten hintereinander. Dazwischen bleibt ihm eine Stunde Ruhepause. Wie andere lässt er sich mittendrin nieder für ein wenig Erholung.

Der Mann vor der Kamera ist einer von rund 45 Millionen Arbeitnehmern in der indischen Textil- und Bekleidungsindustrie. [...]

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