Film: Bekenntnisse eines «Prügelknaben»

kulturtipp 09/2017 vom

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Die Band The ­Stooges hat eigenwillige Rock­geschichte geschrieben. Jim Jarmusch erzählt sie mit Iggy Pop in seinem Dokfilm «Gimme Danger».

Iggy Pop: «Ich half dabei, die 60er auszuradieren» (Bild: FILMCOOPI)

Iggy Pop: «Ich half dabei, die 60er auszuradieren» (Bild: FILMCOOPI)

Er lacht selten. Wenn aber, dann strafft er sein zerfurchtes Gesicht und zeigt eine makellose Reihe weisser Zähne. «Künstlich», gesteht Iggy Pop seinem Interviewer Jim Jarmusch im neuen ­Dokfilm «Gimme Danger». Dangerous, gefährlich, war Iggys Leben in jungen Jahren sehr wohl. So habe er etwa, erzählt der US-Musiker, das «stage diving» erfunden, bei dem der Rockstar ins Publikum springt und von diesem aufgefangen wird. Zum Erfinden aber gehöre das anfängliche Scheitern: Iggy Pops «Testpublikum» wusste nichts von seiner Funktion und liess den Star auf den Boden knallen. So kam er zu neuen Zähnen.

Genie und Dilettant in einem
In solchen Geschichten zeigt sich Iggy Pop als selbstironischer, ungekünstelter Erzähler, was «Gimme Danger» zum Genuss macht. Jim Jarmusch, der mit Spielfilmen von «Permanent Vacation» (1980) bis zu «Paterson» (2016) eine ureigene Bildsprache und filmische Erzähldramaturgie geschaffen hat, erweist sich als überraschend begabter Dokfilmer. Nicht nur, weil er den exaltierten Musiker zum Plaudern bringt. [...]

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