Film «Cold War»: Amour fou im Kalten Krieg

kulturtipp 25/2018 vom | aktualisiert am

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Der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski blendet mit «Cold War» ins Europa der Nachkriegsjahre ­zurück. Sein Politdrama ist von lyrischer Intensität.

Liebe fürs Leben: Zula (Joanna Kulig) und Wiktor (Tomasz Kot) (Bild: FILMCOOPI / TUKASZ BAK)

Liebe fürs Leben: Zula (Joanna Kulig) und Wiktor (Tomasz Kot) (Bild: FILMCOOPI / TUKASZ BAK)

Als Pianist Wiktor Ende der 50er-Jahre von Paris nach Polen reist, wird er verhaftet und zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sein Vergehen: illegaler Grenzübertritt in beide Richtungen. Ein absurd klingender Vorwurf, der aber die Mechanismen des Kalten Krieges aufzeigt. Und um diese geht es im neuen Film des gebürtigen Polen Pawel Pawlikowski, der seit 1977 in England lebt, wo er Dok- und Spielfilme dreht. Mit «Ida» hat er 2015 den Auslands-Oscar gewonnen.

Wiktor (Tomasz Kot) hätte beste Chancen, im kriegsversehrten Polen der 50er-Jahre Karriere zu machen. Als Leiter des ­Musik-Ensembles Mazurek ­­feiert er Erfolge mit ­Folklore-­Programmen. Prompt wird er von der Staatsführung politisch instrumentalisiert und gefördert. Bei einem Konzert in Berlin aber springt Wiktor in den Westen ab. Allerdings ohne Zula (Joanna Kulig), seine «Frau fürs Leben». [...]

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