Film «Das Erste und das Letzte»: Am Ende des Daseins

kulturtipp 04/2018 vom | aktualisiert am

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Die Bilanz eines Lebens angesichts des nahen Todes: Regisseur Kaspar Kasics porträtiert in «Das Erste und das Letzte» eine Frau mit einer traurigen Biografie. Eindringlich.

Erlebnisse aus der Kindheit: Untrennbar in der Biografie der krebskranken Psychologin Jacqueline von Kaenel (Bild: VINCA FILM)

Erlebnisse aus der Kindheit: Untrennbar in der Biografie der krebskranken Psychologin Jacqueline von Kaenel (Bild: VINCA FILM)

«Niemand will mich, weil ich ein Schadenfall bin.» Jacqueline von Kaenel nimmt die Tatsachen nüchtern zur Kenntnis: Sie findet keine Arbeit, kann keine Versicherung mehr abschliessen. Die Protagonistin in Kaspar Kasics’ Dokumentarfilm gibt gefasst, offen und reflektiert vor der Kamera Auskunft. Sie ist sich bewusst, dass sie nicht mehr lange leben wird. «Jetzt gehöre ich nicht mehr dazu.» Drei Wochen nach den letzten Filmaufnahmen stirbt sie.

Die Zeit, die im Film bleibt, nutzt sie zur grossen Erinnerungsarbeit, zur Bilanz und zum Aufarbeiten eines Lebens, das in den frühen Jahren schrecklich war. Dabei war sie als Kind einer Auslandschweizer-Familie in Franco-Spanien privilegiert und wohlbehütet aufgewachsen: der Vater Manager bei Sulzer, die Mutter aus ostpreussischem Adel. Es gab Musikunterricht, Polo, Tennis.

Krankheit als Teil der eigenen Biografie
Doch da sind die Schattenseiten. [...]

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