Festival: Lyrische Funken

kulturtipp 19/2017 vom

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Das Poesietelefon, der Tag der Poesie in Basel und die Frauenfelder Lyriktage sorgen für Dichtkunst im Alltag.

Telefonnummer wählen, kurz klingeln lassen, und schon ertönt am anderen Ende der Leitung ein Gedicht: Beim Testanruf rezitiert eine Frauenstimme Marie Luise Kaschnitzs eindringliche Strophen des Gedichts «Hiro­shima» über den Piloten, der am 6. August 1945 die Atombombe über der japanischen Stadt abwarf. Das Poesietelefon ist ein Angebot für Lyrik-Begeisterte. Ebenso wie der Tag der Poesie, für den die Basler Veranstalter auf viel Eigeninitiative des Publikums hoffen. Als Treffpunkt dient das Glashaus der Basler Markthalle. 

Das Ziel, Lyrik im Alltag zu verbreiten, verfolgen auch die Veranstalter der 14. Frauenfelder Lyriktage: In Gesprächen und Lesungen sind sieben Lyrikerinnen und Lyriker aus der Schweiz, aus Deutschland und der Ukraine zu Gast. Nebst Thilo Krause oder Serhij ­Zhadan liest etwa Svenja Herrmann aus ­ihrem neuen Band «Die Ankunft der Bäume» und lässt mit ihren meditativen Betrachtungen poetische Funken sprühen. 

Poesietelefon: 061 721 02 05 (rund um die Uhr)

Tag der Poesie
Sa, 9.9., Glashaus Markthalle Basel
Programm und eigene Vorschläge: www.tagderpoesie.ch

Frauenfelder Lyriktage
Fr, 15.9.–So, 17.9., Eisenwerk Frauenfeld TG

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