Valeria Parella: Von Liebe, Laster und Leidenschaft

kulturtipp 09/2018 vom | aktualisiert am

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Literarische Entdeckung aus Neapel: Die Autorin Valeria Parella überzeugt mit ihrem Erzählband «Liebe wird überschätzt».

Valeria Parella: Die Autorin und Linguistin beherrscht das Spiel mit der Sprache (Bild: Privat)

Valeria Parella: Die Autorin und Linguistin beherrscht das Spiel mit der Sprache (Bild: Privat)

Am Anfang steht die grosse Des­illusionierung: In der ersten und titelgebenden Erzählung «Liebe wird überschätzt» blendet die italienische Autorin Valeria Parella mitten in ein Familiengefüge, das längst aus dem Lot ist. Die Sport-Reporterin Federica hat mit einem Fechtmeister eine innige Affäre, ihr Mann Giorgio pflegt wechselnde Geliebte. 

Das Unausgesprochene steht zwischen ihnen, aber die Eheleute spielen gegen aussen eine intakte Beziehung vor – vordergründig zum Wohl ihrer Tochter Susanna. Doch die Gymnasiastin hat ihre Eltern längst durchschaut. In den Ferien entlarvt sie die Lebenslügen ihrer Eltern und wirft ihnen schonungslos ihr scheinheiliges Verhalten vor. Natürlich ist die junge Frau überzeugt: «Ich bin anders.»

Bittere Erkenntnis und pures Begehren
In ihren acht Geschichten erzählt die in ihrem Heimatland preisgekrönte 44-jährige Valeria Parella von der Liebe in all ihren Formen: von Beziehungen und Affären, von bitterer Erkenntnis und purem Begehren, von der Liebe der Eltern zum behinderten Kind oder von der Liebe der Äbtissin zu Gott. Die Geschichten spielen oft in Valeria Parellas Heimatstadt Neapel und verhandeln in mal kantiger, mal poetischer Sprache das Wesen der Liebe. Die gelernte Gebärdensprache-Dolmetscherin und Linguistin, die auch als Schauspielerin und Buchhändlerin tätig war, versteht das Handwerk der Sprache: Mit wenigen Strichen schafft sie Atmosphäre, setzt gekonnt Pointen und hält den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht. 

Der Duft der Freiheit
Auf die triste Ehe-Geschichte folgt eine Erzählung voller Leidenschaft. [...]

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