Ein Gedankenexperiment und seine Folgen

kulturtipp 01/2012 vom | aktualisiert am

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Das Hörspiel «maxwell/
dämonen» denkt ein ­historisches Gedanken­experiment weiter.

Der Basler Hörspiel-Autor Felix Zbinden nimmt sich ein physikalisches Gedankenexperiment vor, das der schottische Wissenschaftler James Clerk Maxwell 1871 entwickelte: Der sogenannte «Maxwell-Dämon» sollte die Gesetze der Wärmelehre widerlegen und so das Perpetuum mobile schaffen, das unendlich lange Energie hervorbringt. Maxwell erkannte seinen Irrtum erst auf seinem Sterbebett: «Ich hätte dieses Gedanken-Experiment nie denken dürfen.»

Im Hörspiel fliegt eine junge Frau, die neugierige Katrina Winterberg, ins schottische Edinburgh. Dies war die Wirkungsstätte des Physikers Maxwell. Winterberg baut eigene Experimentiermaschinen, um durch ein abstraktes «Informationspoten­zialgefälle» in ihrem Kopf zu Wissen zu kommen. Aber es funk­tioniert bei ihr ebenso wenig wie seinerzeit bei Maxwell: «Mein Dämon weigert sich, zu arbeiten.» Trotzdem ist das kühne Unter­fangen nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt.


Drei Erzählerinnen

Die Erzählerinnen Katja Bürkle, Klara Manzel und Karin Pfammatter übernehmen unter der Regie von Johannes Mayr das Denken und Sprechen der handelnden Figuren ebenso wie die philosophischen und theoretischen Erläuterungen.

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