Dok-Serie: Spiel mit Klischees

kulturtipp 04/2019 vom

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Seit 2004 zelebriert «Karambolage» auf Arte die ­kulturellen Eigenheiten von Deutschland und Frankreich. Jetzt feiert die Serie ihre 500. Episode.

Weshalb haben französische Präsidenten Hunde, deutsche Kanz­lerinnen aber nicht? Weshalb wurde Nenas «99 Luft­ballons» ein Welthit? Was ­genau bezeichnet der Begriff Heimat? Solchen und ähnlichen Fragen geht seit 2004 die Arte-Sendung «Karambolage» nach. In zehn- bis zwölfminütigen Episoden erläutern die Macher deutsche und französische Eigenheiten. Ins Leben gerufen wurde das Format von der französischen Filmproduzentin Claire Doutriaux, die sich nach 15 Jahren in Berlin über die hartnäckigen Deutschland-­Klischees ihrer Landsleute ärgerte. Also kochte sie die Grundidee von Arte – die kulturelle Verständigung zwischen den beiden Ländern – zu einer animierten Serie ein. 

Objekte, Wörter, Bräuche und Anekdoten – Doutriaux und ihr Team werfen liebevoll-witzige Blicke auf Alltag und Geschichte in Deutschland und Frankreich. Und demontieren mit viel Biss Stereotypen. Nun feiert «Karambolage» die 500. Episode mit einem kul­tur­übergreifenden Kriminalfall. Bir­kenstock-Sandalen scheinen ein Hinweis zu sein. Oder sind die Zuschauer gerade einmal wieder in eine Klischee-Falle getappt?

Karambolage, 500. Folge 
Regie: Claire Doutriaux
F 2019, 13 Minuten 
So, 10.2., 18.55, Arte 
Weitere Karambolage-Folgen: www.arte.tv/de/videos/  

 

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