Sie haben Flausen im Kopf und leben diese lustvoll aus. Vor fünf Jahren haben sich Marc Stucki (Saxes), Benedikt Wieland (E-Bass) und Flo Reichle (Drums) zum Trio Kaos Protokoll gefunden und mit dem Bandnamen ihr ästhetisches Konzept postuliert. Seither haben die Drei Konzerte in ganz Europa gegeben und mit «quick & dirty» 2012 auch eine chao­tische Platte eingespielt. Nun folgt «Questclamationmarks». Verwirrend klingt nur noch der Albumtitel, die elf Stücke dagegen wie fröhlich funkelnde, durchgestylte Capriccios. An Charme oder gar künstlerischem Gehalt hat die Musik nichts eingebüsst. Nur wissen die drei Herren heute ihre kreative Energie effektvoller zu bündeln. Das vom britischen Jazz-Hansdampf Django Bates mitproduzierte Album changiert zwischen Balladen-, Groove- und Freejazz, streut Dub-, Funk- und Rap-Sprenkel ein und schafft daraus betörend frischen Gegenwartsjazz.    

Kaos Protokoll
Questclamationmarks 
(Prolog 2015).