Buchhandlungen: Schmökern in der heimeligen Stube

kulturtipp 01/2019 vom

von

Ein Ort der Begegnung und des Austauschs unter Bücherfreunden: Es gibt viele gute Gründe, den Lesestoff in Buchhandlungen anstatt im Internet zu kaufen. Der kulturtipp hat einige Geschäfte mit speziellem Konzept besucht.

Wohnzimmer mit Cheminée: Verkaufsraum von «Scriptum» in Dietikon ZH (Bild: CORINNE FRISCHKNECHT)

Wohnzimmer mit Cheminée: Verkaufsraum von «Scriptum» in Dietikon ZH (Bild: CORINNE FRISCHKNECHT)

Die erste Wohnbuchhandlung der Schweiz
Die Buchhandlung Scriptum im zürcherischen Dietikon setzt auf ein neues Konzept: Seit drei ­Jahren gibt es im Limmattal die erste Wohnbuchhandlung der Schweiz. Beim Besuch brennt ein elektrisches Kaminfeuer in der gemütlichen Altbau-­Stube, und Inhaberin Corinne Frischknecht empfängt am langen Holztisch mit einem Cappuccino. «Man muss offen sein heutzutage, wenn man Bücher verkaufen will», sagt sie. Ihre Buchhandlung, in der es neuerdings auch Deko- und Geschenk­artikel zu kaufen gibt, ist aufgebaut wie eine Wohnung: In der Stube stehen etwa die Bildbände neben «Wortlichtern», Kerzen, die ihre Botschaft erst nach dem Anzünden preisgeben. Die Vorratskammer lockt mit Bio-Gewürzen als Zutaten zu den Kochbüchern. 

«Die Bücher geraten nicht in den Hintergrund»
Im Badezimmer lässt sich nebst dem Bestseller «Darm mit Charme» eine Blüten-Handcrème kaufen. Im Kinderzimmer laden ein weihnächtlicher Schlitten und ein kuschliges Bettchen zum Schmökern in Bilderbüchern. Auch das Arbeitszimmer und die Bibliothek mit den Oma-Sesseln sind mit passender Literatur und mit handgeschriebenen persönlichen Empfehlungen der sechs Scriptum-Buchhändlerinnen ausgerüstet. 

Der Kulturpessimist könnte nun monieren, dass mit all dem Schnickschnack die Sache an sich vergessen geht. «Die Bücher geraten bei uns nicht in den Hintergrund – im Gegenteil: Seit wir die Wohnbuchhandlung eröffnet haben, ist der Bücherverkauf massiv angestiegen», hält Frischknecht dieser Kritik entgegen. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift kulturtipp und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift kulturtipp und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Karten als Zeugen der Geschichte

Lesung: Eine Liebeserklärung an die Oper

Festival: Generationen verbinden

kulturtipp 23/2018 vom 25. Oktober 2018

Alljährlich trifft sich die Literaturszene zu Lesungen und Diskussionen am Festival Buch Basel: Zum Auftakt hält die deutsche Autorin Felicitas Hoppe eine Rede über das Verhältnis von Literatur und Politik und sagt, warum Schreibende keine Bewohner eines Elfenbeinturms sind. Nora Zukker und Dominic Oppliger spinnen den Faden mit ihrem Vermittlunsprojekt «Erzählte Erinnerung» weiter, indem sie zwei verschiedene Generationen durch Geschichten zusammenführen. weiterlesen...

Aktuelles Heft

Ausstellung

Salvatore Vitale – How to Secure
a Country

Sa, 23.2.–So, 26.5.

Fotostiftung Schweiz Winterthur ZH
www.fotostiftung.ch

Theater

Die Blechtrommel

So/Mo, 24.2./25.2., 19.00/20.00

Theater Kanton Zürich Winterthur
www.theaterkantonzuerich.ch

Mi, 20.3., 20.00 Stadttheater Langenthal BE
www.stadttheater-langenthal.ch

kulturtipp fürs iPad