Autobiografie: «Schmerz lässt das Herz schrumpfen»

kulturtipp 13/2017 vom

von

Hisham Matar geht in seinem Buch «Die Rückkehr» auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater. Der libysche Ex-­Diplomat wurde 1990 in Kairo entführt. Ein paar Jahre später verliert sich seine Spur.

Hisham Matar: Der 46-jährige Autor gewann mit seinem neusten Buch «Die Rückkehr» den Pulitzerpreis 2017 (Bild: DDP/INTERTOPICS)

Hisham Matar: Der 46-jährige Autor gewann mit seinem neusten Buch «Die Rückkehr» den Pulitzerpreis 2017 (Bild: DDP/INTERTOPICS)

Nur die Wahrheit finden, die Gewissheit haben, dass der eigene Vater tot ist, erfahren wie und wo er gestorben ist: Dies waren die Beweggründe des Schriftstellers Hisham Matar, sich im März 2012 in seine Heimat aufzumachen und nach ihm zu suchen, denn: «Nie nach Libyen zurückzukehren, bedeutete, mir nie mehr zu erlauben, darüber nachzudenken.» 

1970 als Sohn libyscher Eltern in New York City geboren, lebte Hisham Matar von 1973 bis 1979 in Tripolis. Er war acht Jahre alt, als die Familie flüchten musste; der Vater fürchtete als Oppositioneller um das Leben aller. Nairobi, dann Kairo – Jahre später sollten London, Paris und Manhattan zu Lebensstationen von Hisham Matar werden. 

1990 aber widerfährt der Familie Matar an ihrem Aufenthaltsort in Kairo Grausames. Hishams Vater Jaballa Matar wird mitten auf der Strasse vom libyschen Geheimdienst entführt und in das berüchtigte Gefängnis Abu Salim in Tripolis gesteckt. Davon erfährt Matars Familie allerdings erst Jahre später, als sie drei aus dem Gefängnis geschmuggelte Briefe erhält.  Darin berichtet der Entführte vom Vorgefallenen.

Erste und letzte Lebenszeichen
Die Schilderungen Jaballa Matars über die Zustände im Ker­-ker lassen Schreckliches ahnen. «Die Grausamkeit dieses Ortes übertrifft bei weitem alles, was wir über die Gefängnisfestung der Bastille gelesen haben…», schreibt er. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift kulturtipp und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift kulturtipp und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Wieder gelesen: Kein Verlass auf die Liebe

Aktuelles Heft

Literatur

11. St. Galler Literaturfestival Wortlaut
Do, 28.3.–So, 31.3., Diverse Orte
St. Gallen
www.wortlaut.ch

Klassik

Klassik Nuevo Festival
Fr, 29.3.–So, 31.3., Alte Kaserne Winterthur
www.klassiknuevo.com

kulturtipp fürs iPad