«Women»: Vom Madonnen-Ideal zur ironischen Videokunst

kulturtipp 05/2018 vom | aktualisiert am

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Während Jahrhunderten entsprach das Frauenbild männlichen Vorstellungen. Das änderte sich in den letzten 50 Jahren, wie die Ausstellung ­«Women» im Kunstmuseum Winterthur belegt.

Meister des Heiligen Blutes: «Maria mit Kind in architektonischer Rahmung», um 1520 (Privatbesitz) (Foto: SIK-ISEA, Zürich. Philipp Hitz)

Meister des Heiligen Blutes: «Maria mit Kind in architektonischer Rahmung», um 1520 (Privatbesitz) (Foto: SIK-ISEA, Zürich. Philipp Hitz)

Demütig senkt sie den Blick auf den Kleinen, der weg von der Mutter in die weite Welt schaut. Das Bild «Maria mit Kind in architektonischer Rahmung» des flämischen Malers «Meister des Heiligen Blutes» ist die Idealisierung einer Frau, die ihre Rolle zu Beginn des 16. Jahrhunderts gefunden hat. Der Name des Künstlers ist unbekannt, aber die ihm zugeschriebenen Werke sind in Belgien verbreitet. Wer immer diese heilige Jungfrau gemalt hat, als eine kämpferische Frau hat er sie nicht verstanden. Sie wirkt eher wie eine Dienende, die sich für das Christentum aufopfert.

Eindimensionale Rollenbilder
Das Gemälde «Maria mit Kind» ist in der neuen Ausstellung «Women» des Kunstmuseums Winterthur zu sehen. Die Schau illustriert den Wandel des Frauenbildes in der Kunstgeschichte. Laut der Kuratorin Andrea Lutz prägten Männer während Jahrhunderten die künstlerische Wahrnehmung der Frauen: «Das änderte sich erst in den letzten 50 Jahren, als Frauen sich selbst thematisierten.» Als Gegenbild zu den «eindimensionalen Rollenzuwendungen haben zeitgenössische Künstlerinnen wie Pipilotti Rist oder Candice Breitz Beiträge zu einem neuen weiblichen Menschenbild geschaffen». [...]

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