Adrián Villar Rojas: Vom Grunge-Musiker zur provokativen Kunst

kulturtipp 11/2017 vom | aktualisiert am

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Das Kunsthaus Bregenz stellt den eigenwilligen ­argentinischen Künstler Adrián Villar Rojas vor. ­Er baut das Museum zu einem Gesamtkunstwerk um.

Adrián Villar Rojas: «Mi familia muerta» (Meine tote Familie), 2009 (Bild: FOTO: CARLA BARBEROCOURTESY OF ADRIÁN VILLAR ROJAS UND RUTH BENZACAR GALERÍA DE ARTE, BUENOS AIRES)

Adrián Villar Rojas: «Mi familia muerta» (Meine tote Familie), 2009 (Bild: FOTO: CARLA BARBEROCOURTESY OF ADRIÁN VILLAR ROJAS UND RUTH BENZACAR GALERÍA DE ARTE, BUENOS AIRES)

Die schwangere Madonna zwischen zwei kleinen Engeln. Die Heilige trägt ein vorne aufgeschnittenes Kleid, das auf den Betrachter geradezu lasziv wirkt. Aber von Sinnlichkeit ist keine Spur in ihrem Gesicht; die Gottesmutter wirkt nachdenklich, fast traurig.

Der florentinische Renaissance- Künstler Piero della Francesca hat das Gemälde «Madonna del Parto» Mitte des 15. Jahrhunderts geschaffen. Der 36-jährige Argentinier Adrián Villar Rojas hat das Werk vergrössert und spannt es nun über den Boden des gesamten Erdgeschosses des Kunsthauses Bregenz. Wer das Museum besucht, schreitet also zuerst über eine schwangere Madonna. 

Rojas hat seine Idee derart radikal umgesetzt, dass sogar die Kasse weichen musste. Sie ist nun in einer Ecke beim Eingang einzwängt. «Wir hatten noch nie eine so aufwendige Ausstellung wie dieses ‹The Theater of Dis­appearance›, wie der Künstler seinen Auftritt nennt», sagt Maria Feurstein, Medienbeauftragte des Kunsthauses Bregenz, als sie mit vorsichtigen Schritten über die Madonna schreitet. [...]

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