Adolf Muschgs neuer Roman «Die japanische Tasche»

kulturtipp 21/2015 vom | aktualisiert am

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Der Schriftsteller Adolf Muschg schreibt in seinem neuen Roman «Die japanische Tasche» über den Verlust – von Dingen und Menschen. Ein lesenswertes Buch.

Adolf Muschg in seinem Schreibzimmer: Der Autor zeigt sich im neuen Roman heitermelancholisch (Bild: MARA TRUOG/13 PHOTO)

Adolf Muschg in seinem Schreibzimmer: Der Autor zeigt sich im neuen Roman heitermelancholisch (Bild: MARA TRUOG/13 PHOTO)

Wenn Adolf Muschg schreibt, schreibt er viel. Sein neuer Roman «Die japanische Tasche» ist fast 500 Seiten lang. Dabei, sagt er, habe er nur zwei persönlich einschneidende Ereignisse literarisch verarbeiten wollen, die ihm selber widerfahren sind. Eine kurze Geschichte ursprünglich, die sich zu einem umfangreichen Roman verselbständigt habe. Quasi ein Roman wider Willen.

Verlust und Angst

Die beiden Erlebnisse sind: der Messerangriff eines jungen Rumänen am Rande des Historikerkongresses 2006 in Konstanz und der Diebstahl der geliebten Tasche, einem Geschenk seiner Frau aus Japan, 2009 im Zürcher Hauptbahnhof. Beides widerfährt auch Beat Schneider, dem etwas schrulligen und nur knapp lebenstauglichen Protagonisten im Roman. Und ein Stück weit das Alter ego des Autors: Es steckt viel Muschg in Schneider – oder wie Muschg es in einem Interview formulierte: «In mir steckt viel von Schneider.» 

Dieses Viele hat mit Verlust und Vergänglichkeit zu tun. Mit der unvermeidlichen Angst, die sie von vornherein auslösen, und mit dem schmerzlichen Vakuum, das sie im Nachhinein hinterlassen. [...]

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