Sein Auftritt vom 14. Juli am Montreux Jazz Festival ist längst ausverkauft. Das ist kaum überraschend, gilt Carlos Santana doch als Superstar unter den Gitarristen. Der 69-jährige Mexikaner, der seit seiner Jugend in den USA lebt, begeistert eine globale Fangemeinde zwischen allen Stilen spätestens seit seiner LP «Abraxas» von 1970. Einige seiner gut 50 Alben hat er auch «Live in Montreux» aufgenommen. Wer also kein Konzertticket ergattern konnte, kann auf frühere Mitschnitte zurückgreifen.

In Montreux sind Dutzende von Live-Platten entstanden. Natürlich von Jazzern wie Nina Simone (1976), Dave Brubeck (1982) oder immer wieder Quincy Jones. Doch auch Rockstars, Weltmusiker und Hip-Hop-Bands gaben die Konzertaufnahmen später als LPs und CDs her­aus: vom britischen Progressive-Trio Emerson, Lake & Palmer (1997) über US-Punkpoetin Patti Smith (2005) und den senegalesischen Koraspieler Soriba Kouyate (2000) bis zum Wu-Tang Clan (2007).

Fernseh-Doku

An die bewegte 50-jährige Geschichte des Festivals erinnert eine neue Dokumentation des Westschweizer Fernsehens. SRF 1 zeigt «Spirit of Music» in der «Sternstunde Musik» vom 17. Juli. Nebst viel Musik sind darin Hintergrundgeschichten sowie Erinnerungen von Festivalgründer Claude Nobs (1936–2013) und seiner Weggefährten zu hören.

Carlos Santanas höchst beachtenswerte Montreux-Platte ist übrigens die Duo-Aufnahme mit dem US-Jazzsaxer Wayne Shorter. Ihr Konzert von 1988 wurde als her­ausragend bejubelt. Auf CD ist es erst 2007 erschienen.

CD
Carlos Santana/Wayne Shorter 
Live at the 1988 Montreux Jazz Festival 
(Liberation 2007)

Konzert
Do, 14.7., 20.00 Auditorium Stravinsky Montreux VD (ausverkauft)
www.montreuxjazzfestival.com

Fernsehen
So, 17.7., 11.55/23.00 SRF 1 
«Sternstunde Musik»